Versagensangst, die Bremse zum Glücklich sein
Ängste
gehören zu unserem Leben. Jeder hat sie, und in gewisser Weise sind sie gut für
uns, denn sie haben eine Schutzfunktion. Unangenehm wird es dort, wo unsere
Ängste überhand nehmen und uns in unserem Lebensalltag einschränken oder sogar
lähmen.
Damit es
zu einer Angstreaktion kommt, benötigt es das Zusammenspiel auf drei Ebenen:
- Auf der körperlichen Ebene durch erhöhten Muskeltonus, Herzrasen, verengten Blutgefäßen und vermehrter Schweißproduktion
- Auf der Ebene der Gedanken. Hier findet die Bewertung der Situation statt, z.B. dass Herzrasen auf einen drohenden Herzinfarkt hindeutet. Die Bewertung wird sehr oft erlernt. Wenn Ihre Eltern Angst davor hatten, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, ist das in der Regel auch für Sie bedrohlich und kann dazu führen, dass Sie sich besonderem Leistungsdruck aussetzen.
- Damit sind wir bereits beim dritten Bereich, dem Verhalten. Dieses folgt für gewöhnlich den bekannten uralten Mustern von Kampf, Flucht oder Erstarren. Auch unsere Reaktionen auf eine Angstsituation orientieren sich häufig an dem, was uns vorgelebt wurde. Und obwohl wir wissen, dass Spinnen harmlos sind, erschlagen wir sie, weil das der Reaktion unserer Eltern entspricht.
Angst entspringt dem vegetativen Nervensystem. Durch bewusstes
Überlegen lässt sie sich somit nicht beeinflussen. Dennoch gibt es
Möglichkeiten, den Umgang mit Angst zu verändern. Jede der drei Ebenen ist
geeignet, die Angst zu verändern:
- Auf der körperlichen Ebene: Entspannungsübungen, um den Muskeltonus wieder zu senken. Entspannte Muskeln führen dazu, dass die Angst vergeht.
- Auf der Ebene der Gedanken: Mir bewusst zu machen, dass der erhöhte Herzschlag in einer Stresssituation völlig normal ist und nicht zum Herzinfarkt führen wird, reduziert ebenfalls die Angst. Es hilft auch, meine Gedanken auf etwas Schönes oder Angenehmes zu lenken. Hauptsache, Sie lenken sich bewusst ab von der Situation, die Ihnen Angst macht.
- Auf der Verhaltensebene: Führen Sie ein Tagebuch, in dem Sie Ihre Angstsituation beschreiben. Bald werden Sie merken, dass es sich um die ewig gleichen Ängste handelt. Belohnen Sie sich für Situationen, die für Sie gut gelaufen sind. Bewegen Sie sich nach Möglichkeit im Alltag regelmäßig. Angst und Stress werden durch Bewegung reduziert.
Letztlich ist noch ein Hinweis für mich wichtig: Angst betrifft
uns alle. Jeder Mensch hat Angst. Ob wir uns von unseren Ängsten treiben lassen
oder ob wir sie als positiv und sinnvoll erleben, ist unsere Entscheidung, und
auf unsere Entscheidungen haben wir Einfluss – auch auf die Entscheidung,
erfolgreich zu sein.
Mentaltrainerin

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